Gesundheit

 

 

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Beurteilung im internationalen Vergleich:

HD A = normal

HD B = fast normal

HD C = leichte HD

HD D = mittlere HD

HD E = schwere HD

Bei der Hüftgelenksdysplasie (HD) handelt es sich um eine Entwicklungsstörung des Hüftgelenks, welche ein- oder beidseitig auftreten kann und sich im wesentlichen in einer Abflachung der Hüftgelenkspfanne und daraus resultierender Inkongruenz des Hüftgelenks zeigt. Dadurch fehlt dem Oberschenkelkopf der feste Halt, das wiederum eine unregelmäßige Abnutzung von Oberschenkelkopf und Hüftgelenkspfanne zur Folge hat. Die klinisch sichtbaren Auswirkungen sind Lahmheiten unterschiedlichen Grades, verursacht durch nicht immer deutlich lokalisierbare Schmerzen, desweiteren Muskelschwund und Gelenkverschleiß (Arthrose). Eine sichere Diagnose kann nur durch eine Röntgenuntersuchung gestellt werden. Hüftgelenksdyspasie (HD) tritt zwar bei der Geburt eines Welpen nicht sichtbar zu Tage, die Veranlagung zu ihrer Entstehung ist aber bereits vorhanden. Durch Haltungs- und Ernährungsfehler kann Hüftgelenksdysplasie (HD) begünstigt, aber niemals verursacht werden. Die Diagnose Hüftgelenksdysplasie (HD) bedeutet keinesfalls das sofortige Todesurteil, da die betroffenen Deutschen Doggen oftmals erst im Alter Lahmheit zeigen. Das Leiden läßt sich nicht beheben, wohl aber die Beschwerden sind zu lindern.

 



Die für unsere Hunde offiziellen Röntgenuntersuchungen auf (HD) erfolgen nach den Bestimmungen unseres Zuchtverbandes, der Deutschen Doggenclubs (DDC), ab einem Alter von 15 Monaten

 

Magenumdrehung

Eine der  gefürchtesten Krankheiten ist die Magendrehung, sie tritt bei Deutschen Doggen wie auch anderen Hunderassen häufiger auf. Es kommt dabei zu einer starken Aufgasung des Magens und sekundären Veränderungen (Magendrehung, Milzverlagerung, Kreislaufkollaps). Es ist bisher nicht bekannt, was die Drehung des Magens wirklich auslöst, jedoch liegen wahrscheinlich anatomische wie auch funktionelle Voraussetzungen vor. Der Magen besitzt allgemein eine sehr große Beweglichkeit weil weil er nur an der Speiseröhre hängt, die an der Stelle ihres Durchtritts durch das Zwerchfell gehalten wird. Von diesem Punkt aus hängt der Magen frei gegen den Unterbauch in die Bauchhöhle herab. Damit kann er sich bis zu einem gewissen Grad um seine eigene Längsachse drehen. Doch wie die Drehbewegung und um wie viel Grad sie einsetzt, wodurch dies ausgelöst wird und wie häufig dies geschieht, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Die Magendrehung kommt oft bei Deutschen Doggen vor, welche nur einmal täglich gefüttert werden. Die ersten Symptome treten innerhalb von fünf Minuten bis Stunden nach der letzten Mahlzeit auf: Würgen, Hecheln, starkes Speicheln, Unruhe, schwere Atmung, gespannte Bauchdecke, aufgetriebener Bauch. Es ist lebenswichtig für ihre Deutsche Dogge, die drohende Magendrehung rechtzeitig zu erkennen, da die Erkennung im Frühstadium das Leben ihres geliebten Vierbeiners retten kann. In dieser frühen Phase ist die Aussicht auf eine erfolgreiche Operation und rasche Gesundung groß.

Dilatative Kardiomyopathie (DCM oder DKM)

Das Herz ist der Motor des Lebens.
Ein Pumpwerk von unerreichter Ausdauer und Präzision, unermüdlich schlägt es von der Geburt bis zum Tod unseres Hundes. Das Herz schlägt je nach Größe und Rasse zwischen 80 und 120 mal pro Minute, man findet es am besten auf der linken Seite zwischen dem 3. und 6. Zwischenrippenraum. Dieses zentrale Pumporgan im Blutkreislauf läßt den Blutstrom in den Gefäßen immer in eine Richtung fließen. Die Herzerkrankungen beim Hund entstehen oft durch Schädigung der Herzklappen oder des Herzmuskels.  Dilitation heißt Erweiterung oder auch Vergrößerung, die Dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist also eine Erkrankung des Herzmuskels bei der sich das Herz erweitert und schwach schlägt. Die Leistung eines Muskels und speziell in diesem Fall, ist die Auswurfleistung des Herzens unzureichend, es liegt demnach eine Pumpschwäche der Herzmuskulatur vor. Das herauspumpen des mit Sauerstoff angereicherten Blutes in die Muskulatur und Organe ist gestört, es können Störungen des Herzrhytmus, Herzstillstand, plötzlicher Tod der Deutschen Dogge folgen. Bei den Ursachen von Herzerkrankungen unterscheidet man jedoch zwischen den angeborenen, den erworbenen und den erblichen Erkrankungen. Angeboren bedeutet, das der Welpe bereits seit seiner Geburt diese Erkrankung hat, dies ist nicht gleichzusetzen mit dem Begriff erblich. Angeborene Krankheiten können verschiedene Ursachen haben, es können Entwicklungsstörungen des Fötus, Verletzungen im Mutterleib, Geburtstraumata aber unter Umständen auch gewisse erbliche Komponenten eine Rolle spielen. Erworben bedeutet, das der Hund diese Erkrankung im Laufe seines Lebens, also erst nach der Geburt erworben hat. Dies ist nicht gleichzusetzen mit dem Begriff, durch Haltungsfehler erworben. Für erworbene Krankheiten können sowohl Haltungsfehler als auch ererbte Merkmale eine Rolle spielen. ` Erworben `ist aber nicht gleichbedeutend mit `nicht vererbt`. Erblich bedeutet, das der Hund diese Erkrankung von mindestens einem Elternteil geerbt hat. Dies ist keinesfalls gleichzusetzen mit dem Begriff ´angeboren´. Für die Tatsache der Erblichkeit einer Erkrankung ist es nicht von Bedeutung, ob diese Krankheit nun angeboren ist oder sich im Laufe des Lebens entwickelt hat, daher erworben wurde. Hier zählen einzig und allein die genetischen Grundlagen. Es kann verschiedenen Hinweise geben, das ihre Deutsche Dogge an einer Herzerkrankung leidet. (Husten, Leistungsschwäche, blaue Zunge, blaue Schleimhäute, Atemnot, schnelle Atmung, Ohnmachtsanfälle, Einstellen der Futteraufnahme, Bauchwassersucht) Deshalb betrachten wir es als sinnvoll, die von uns zur Zucht eingesetzten Deutschen Doggen, auf diese Krankheit hin durch eine Herzultraschalluntersuchung untersuchen zu lassen.

Augenkrankheiten

Ektropium





Das Ektropium äußert sich durch starkes Herunterhängen der Lider. Dadurch wird die Bindehaut deutlich sichtbar, ist nicht geschützt und die Deutschen Doggen neigen dann zu chronischen Bindehautentzündungen. Der Abfluß der Tränenflüssigkeit ist nicht gewährleistet und somit können die Lider ihre eigentliche Schutzfunktion nicht wahrnehmen. Betroffene Deutsche Doggen sind daher auch anfällig für Hornhautverletzungen. In ausgeprägten Fällen muß ein Ektropium operiert werden. Leider schenken viele Züchter, Ausstellungsrichter und vor allem verantwortliche Funktionäre diesem gesundheilichen Problem kaum Beachtung, oder versuchen es mit fadenscheinigen Argumenten zu verdrängen. Das Ektropium scheint leider auch bei der Deutschen Dogge ein typisches Rassemerkmal zu werden. In mehreren Ländern bei bestimmten Rassen, werden deshalb schon seit Jahren sytematisch und professionell Vorsorgeuntersuchungen auf erbliche Augenerkrankungen durchgeführt.


Augenkranheiten Entropium

Unter dem Begriff Entropium versteht das Einrollen eines Lides, in der Regel ist das Unterlid davon betroffen. Solange die Deutschen Doggen Welpen ihre Augen geschlossen halten, ist die Lidstellung normal. Nach dem Öffnen der Augen kommt es dann aber bald zum Einrollen des Lides und damit zu einer relativ starken Reizung des betroffenen Auges. Es kann aber auch zu Hornhautveränderungen führen, im schlimmsten Fall kommt es zu einem Hornhautgeschwür. Dieses Hornhautgeschwür kann sogar durchbrechen was den Verlust des Auges ihrer Deutschen Dogge bedeuten würde. Betroffene Deutsche Doggen müssen aus der Zucht ausgeschlossen werden, auch wenn Sie durch einen operativen Engriff eine normale Lidstellung erhalten haben.


Ellenbogengelenksdysplasie (ED)

ED 0 = normal

ED 1 = leichte ED

ED 2 = moderate ED, primäre Läsion

ED 3 = schwere ED

Die Ellenbogengelenksdysplasie (ED) ist eine erblich bedingte Erkrankung des Ellenbogengelenks und wird durch die ungenügende Verwachsung eines Knochenkernes mit der Speiche verursacht. Dieser Knochenkern sollte im Alter von vier bis fünf Monaten mit der Speiche verwachsen sein. Bleibt das aus, ist das Ellenbogengelenk instabil und es entwickelt sich eine chronische Ellenbogengelenksentzündung.

Wobbler Syndrom

Die Erkentnisse über diese Krankheit gehen in erster Linie auch hier von einer ererbten, genetisch bedingten Anlage, für große und sehr große Hunde aus. Beim Wobbler-Syndrom ist das Rückenmark unserer Deutschen Dogge aber auch durch entwicklungsbedingte und erworbene Abnormitäten der Halswirbelsäule geschädigt. Es können eine Verengung im Wirbelkanal, Instabilität der Halswirbel, sowie ein Bandscheibenvorfall oder eine hervorgerufene Verdickung des Faserings am Halswirbel in Frage kommen. Die Verengung des Wirbelkanals kann an verschiedenen Halswirbeln auftreten, zur Schädigung und zum Abbau von Nervengewebe mit schmerzhaften Erscheinungen führen. Therapeutisch kommt beim Wobbler-Syndrom mit ausgeprägten neurologischen Erscheinungen, eigentlich nur ein chirurgischer Eingriff in Frage.

Krebs

War ein Tumor zu groß oder lag er an einer für den Chirurgen unzugänglichen Stelle, konnten Tierärzte noch vor zehn Jahren chirurgisch nicht viel machen. Chemo- oder Strahlentherapie waren die Ausnahmen. Es fehlte an einschlägigen Erfahrungen mit Hunden. Es fehlte an Medikamenten, an entsprechender Technik für die Veterinärmedizin und an der Bereitschaft der Halter, den vierbeinigen Freund einer beim Menschen häufig nebenwirkungsreichen Therapie auszusetzen. Viel Geld für eine anspruchsvolle Krebstherapie wollte ohnehin keiner ausgeben.

"Heute hat Hofheim eine führende Rolle im deutschsprachigen Raum", sagt Onkologe Martin Kessler von der Tierklinik Hofheim. Denn mit der Entwicklung der vergangenen Jahre, in denen der Hund mehr und mehr zum Sozialpartner des Menschen wurde, ist auch der Anspruch an die medizinische Versorgung des vierbeinigen Familienmitglieds gestiegen.

Mittlerweile wünschen sich Hundehalter die bestmögliche Therapie für ihren Schützling und sind sogar bereit, dafür 5.000 Euro und mehr auszugeben. Den Vierbeinern stehen damit - wenn auch noch nicht überall - Therapiemöglichkeiten auf dem Niveau der Humanmedizin zur Verfügung. Oder darüber: "Manchmal ist die Versorgung der Tiere sogar besser", stellt Dr. Carsten Grußendorf, Tierarzt mit Schwerpunkt Krebstherapie, fest. Da die Onkologie in der Tiermedizin noch eine relativ junge Fachrichtung ist, sind in vielen Kliniken Geräte auf dem neuesten Stand der Technik.

Krebs beim Hund: Warum entarten Zellen?
Am Anfang der Tumorbildung steht die Mutation eines Gens und damit die dauerhafte Veränderung des Erbguts. Mutiert wird entweder spontan oder durch Einwirkung von krebsauslösenden Stoffen. "Im Körper finden 400 bis 4.000 Mutationen pro Tag statt", sagt Dr. Michael Willmann, Tiermediziner und Onkologe an der Universität Wien. "Normalerweise werden die veränderten Zellen durch das Immunsystem eliminiert. Doch manchmal entwickelt sich aus verschiedenen Gründen eine Immuntoleranz, das Immunsystem akzeptiert dann die Fremdzellen", so Dr. Willmann.

 

Krebs beim Hund: Wer hilft weiter?
Hoch spezialisierte Onkologen gibt es unter Tiermedizinern erst wenige: Eine Ausbildung zum Krebsspezialisten existiert in Deutschland nicht. DOGS fand sie dennoch, die Koryphäen des Landes, und hat eine Auswahl für Sie zusammengestellt.
> Krebs beim Hund: Onkologen in Deutschland

 





Bei betagten Hunden steigt die Wahrscheinlichkeit für spontane Mutationen. Auch eine erbliche Vorbelastung kann begünstigend wirken. Hinzu kommt: Mit jedem Lebensjahr ist der Körper länger krebserregenden Stoffen aus der Umwelt ausgesetzt. Abgase, Zigarettenrauch, ultraviolette Strahlung im Sonnenlicht und Umweltgifte wie Pestizide oder Herbizide können kanzerogen wirken. Hunde bewegen sich wie Kleinkinder auf Auspuffhöhe und sind besonders Autoabgasen und Feinstaubemissionen ausgesetzt. Auch intensive UV-Strahlung der Sonne kann Krebs auslösen. Besonders weiße Hunde mit wenigen schützenden Pigmenten in den Hautzellen sind gefährdet. Verursacher von Krebs können zudem Viren sein. Sie schleusen sich in die Körperzellen ein und bauen ein Stück ihres eigenen Erbguts in das Erbgut der Wirtszelle ein. Hier bewirken sie eine permanente Veränderung: Die Zelle schlägt aus der Art und kann Tumorwachstum anstoßen.

Krebs beim Hund: Wie erkenne ich einen Tumor?
Ist von Krebs die Rede, sind damit bösartige Tumoren gemeint, die schnell in tiefere Schichten einwachsen und die Tendenz haben, in andere Körperteile oder Organe zu streuen. Die Tumorzellen wandern über die Blutgefäße oder das Lymphsystem in andere Gewebe und Organe und bilden dort Metastasen. Oft bleiben sie in Leber, Lunge oder Nieren hängen. Die wuchernden Zellen sind in der Lage, eine Vielzahl von Hormonbildungen oder chemischen Vorgängen zu beeinflussen, und können lebenswichtige Organgewebe zerstören - mit dramatischen Folgen für den Betroffenen.

"Die alte Regel, die besagt, dass ein weicher und in der Haut leicht verschieblicher Tumor wahrscheinlich gutartig ist, gilt nicht mehr", meint Dr. Carsten Grußendorf vom Tiergesundheitszentrum in Bramsche. Dr. Michael Willmann ergänzt: "Niemand kann einem Tumor ansehen oder durch Ertasten einschätzen, ob er gut oder böse ist." Denn viele Tumoren verhalten sich atypisch: Melanome müssen nicht schwarz sein, und ein leicht verschiebbarer Hauttumor muss keine gutartige Fettgeschwulst sein. Onkologen empfehlen, jede Veränderung beim Tierarzt abklären zu lassen, je früher, desto besser. Glücklicherweise sind aber viele Tumoren beim Hund wie zum Beispiel Lipome oder Adenome gutartig. Sie wachsen nur langsam und bilden keine Metastasen, und wenn sie nicht gerade auf dem Augenlid oder an einer anderen sensiblen Stelle sitzen, stören sie den Hund in seinem Wohlbefinden wenig.Warnsignale: Viele bösartige Tumoren bewirken eine Umstellung des Stoffwechsels, Fett und Muskulatur werden vermehrt abgebaut, der Hund verliert an Gewicht. Zudem können Tumorschmerzen Appetitlosigkeit hervorrufen

Krebs beim Hund: Was kann meinem Tier helfen?
"Die vier tödlichsten Wörter in der Onkologie sind: let's just watch it", zitiert Dr. Carsten Grußendorf die amerikanischen Tumorforscher. Frei übersetzt heißt das: Bloß nicht nach dem Motto "Abwarten und Tee trinken". Ein bösartiger Tumor wächst schnell und bildet Metastasen, sodass es mit der Zeit immer schwieriger wird, ihn komplett zu entfernen. Außerdem wird der Patient, der ja sowieso meist schon ein fortgeschrittenes Alter hat, noch älter. Und wer mag einem multimorbiden Methusalem noch einen übergroßen Tumor entfernen?

In 99 Prozent der Fälle kann der Tierarzt schon in einem frühen Stadium eine Feinnadelaspiration durchführen. Dabei sticht er mit einer dünnen Nadel in den Tumor, um Zellen aus dem Tumorinneren zu gewinnen. Anhand dieser Zellen kann der Gewebsmediziner den Tumortyp bestimmen. Tierärzte empfehlen, beim jährlichen Gesundheitscheck auch eine Art Krebsvorsorge durchführen zu lassen. Weil an Tumoren erkrankte bzw. therapierte Hunde oftmals unter Appetitmangel und Gewichtsverlust leiden und nicht noch weiter abnehmen oder geschwächt werden sollen, ist über den Tierarzt eine für den Hund sehr schmackhafte und energiereiche Nahrung zu beziehen. Neben dem therapeutischen Effekt hilft sie die Lebensqualität zu verbessern, zum Beispiel "Hill's Prescription Diet n/d Canine".

Krebs beim Hund: die Operation
"Ein sofortiger chirurgischer Eingriff ist die beste Lösung", sagt Tierarzt Carsten Grußendorf. Die große Herausforderung für den Chirurgen ist es, den Tumor vollständig zu entfernen. Dafür muss er bis ins gesunde Gewebe schneiden. Bleibt auch nur eine einzige Tumorzelle zurück, kann an dieser Stelle der Krebs erneut wuchern. Große Gewächse hinterlassen noch größere Wunden. Bei kleinen Hunden mit großen Tumoren kann das zu einem Problem werden. Schon deshalb ist es von Vorteil, sich frühzeitig für einen Eingriff zu entscheiden, bevor der Tumor die Größe eines Fußballs erreicht hat.

Im Anschluss an eine Operation ist es ratsam, die entfernte Geschwulst zur Gewebsuntersuchung bei einem Histologen zu geben. Mit dem Befund kann der Tierarzt eine bessere Prognose zum weiteren Verlauf der Erkrankung abgeben. Oftmals kann jedoch ein chirurgischer Eingriff allein einen bösartigen Tumor nur für kurze Zeit aufhalten. Auch macht die Chirurgie bei manchen Tumoren keinen Sinn, wie solchen des Lymphsystems, die an verschiedenen Körperstellen gleichzeitig auftreten können.

 

Krebs beim Hund: die Chemotherapie
Ist von Krebstherapie die Rede, denken die meisten Menschen reflexartig an den Begriff "Chemo". Beim Menschen wird die Chemotherapie seit rund sechzig Jahren eingesetzt. Sie ist Fluch und Segen zugleich. Ohne sie wären wohl viele Krebspatienten nicht mehr zu retten, dennoch sind die dramatischen Nebenwirkungen der meisten Chemotherapeutika berüchtigt. Die tierischen Krebspatienten erhalten wie ihre zweibeinigen Leidensgenossen sogenannte Zytostatika, das sind Zellgifte, die besonders auf Zellen wirken, die sich schnell teilen. Das Besondere an Krebszellen ist eben diese häufige Zellteilung, die zu einem raschen Wachstum führt. Die verabreichten Zellgifte wirken jedoch nicht nur auf die Krebszellen. Beeinträchtigt werden auch alle anderen Zellen, die sich schnell teilen. Typische Nebenwirkungen vieler Zytostatika sind beim Menschen daher vorübergehende Schädigungen der Blutzellbildung, Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen.

Ganz anders ist die Situation beim Hund. Hier ist das oberste und alleinige Ziel nicht die vollständige Heilung des Patienten, sondern vor allem eine Verbesserung seiner Lebensqualität. Die Dosierungen der Chemotherapeutika sind deshalb beim Hund viel geringer und entsprechend auch die Nebenwirkungen. Übelkeit, Durchfall oder die Zerstörung des Knochenmarks kommen kaum vor. "Leidet ein Hund trotzdem unter den Nebenwirkungen der Chemo, muss die Therapie angepasst werden", rät Onkologe Michael Willmann. Eine Chemotherapie soll dem Tier ermöglichen, so lang wie möglich beschwerdefrei zu leben.

Besonders erfolgreich ist die Chemotherapie als alleinige Therapieform beim malignen Lymphom. Diesen bösartigen Tumor des Lymphsystems können die Tierärzte mit einer Chemotherapie langfristig in Schach halten und in zwanzig Prozent der Fälle sogar eine Heilung erzielen.

Krebs beim Hund: die Strahlentherapie
Sie wird je nach Tumor allein, in Kombination mit Chemotherapie oder Operation eingesetzt. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, einen Tumor vor dem chirurgischen Eingriff zu bestrahlen, um ihn für die Operation zu verkleinern. Nach einer Operation wird bestrahlt, um eventuell übrig gebliebene, de facto mikroskopisch kleine Zellreste des Tumors zu zerstören.

Krebs beim Hund: die 5 häufigsten Krebserkrankungen
Milchdrüsenkrebs
Tumoren im Brustgewebe der Hündin spielen in den USA kaum eine Rolle mehr. Dort werden Hündinnen meist schon vor der ersten Läufigkeit kastriert. Durch den fehlenden hormonellen Einfluss wird das Risiko minimiert. Aus ethischen Gesichtspunkten sollte dennoch nicht voreilig kastriert werden

Hautkrebs
20 bis 30 Prozent aller Gewächse auf der Haut sind bösartig. Häufig diagnostiziert werden Mastzellentumoren. Vor allem Boxer und andere kurzköpfige Rassen werden davon heimgesucht. Riesen- oder Mittelschnauzer sowie Rottweiler haben eine erbliche Vorbelastung für das Plattenepithelkarzinom des Krallenbettes.

Lymphdrüsenkrebs
Dieser steht beim Hund an dritter Stelle. Dazu zählen, neben anderen Tumoren, das bösartige Lymphom (diese Erkrankung befällt meist Lymphknoten, Leber oder Milz) und Leukämie.

Maulhöhlenkrebs
Bösartig sind Plattenepithelkarzinome, orale Melanome und Sarkome. Hunde mit Maulhöhlentumoren fressen schlecht, magern ab und ihr Speichel kann blutig sein. Oft werden Tumoren im Fang erst entdeckt, wenn Metastasen in andere Organe gelangt sind.

Weichteil- und Knochenkrebs
Hierzu zählen Fibrosarkome (vom Bindegewebe ausgehend), die schmerzhaften Knochentumoren (Osteosarkome) sowie Hämangiosarkome (Tumoren des Gefäßsystems). Vor allem große Hunde wie Doggen und Bernhardiner werden von Knochentumoren befallen. Weiterhin kommen Nasen- und Hirntumoren, beim Rüden auch Hoden-, Prostata- oder Analbeutelkarzinome vor.

Krebs beim Hund: Therapieren bis zum bitteren Ende?
Jeder Besitzer möchte natürlich seinen Hund unter allen Umständen am Leben erhalten. "Im Gegensatz zu Humanmedizinern haben wir Tierärzte aber die Möglichkeit, einem Tier sinnloses Leid zu ersparen", sagt Dr. Michael Willmann. Dies gilt besonders für Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium, die unter ständigen, nicht mehr therapierbaren Schmerzen leiden. Die Schwierigkeit dabei ist herauszufinden, wann der Zeitpunkt gekommen ist, an dem ein Tier besser eingeschläfert werden sollte.

Aber einzuschätzen, ob und in welchem Maß der eigene Hund leidet, ist schwierig. Die Frage nach der Lebensqualität der tierischen Krebspatienten beschäftigt die Veterinäronkologen schon seit Langem. In einer wissenschaftlichen Studie haben sie eine standardisierte Methode entwickelt, um mehr Objektivität in der Beurteilung des Zustandes ihrer Patienten zu erhalten. Tierhalter und behandelnder Tierarzt werden anhand eines Fragebogens nach bestimmten Verhaltensweisen und Gesundheitsparametern des vierbeinigen Patienten befragt. Diese subjektiven Eindrücke der Hundehalter werden mit objektiv messbaren Parametern aus der Patientenkartei wie etwa der Gewichtsentwicklung oder der Pulsfrequenz bei den vorherigen Untersuchungen kombiniert. Eine hohe Pulsfrequenz kann Zeichen für Schmerzen sein. Aus der Analyse der neuen und der Langzeitdaten erhoffen sich die Wissenschaftler eine bessere Einschätzung des Leidensdrucks eines tierischen Patienten. Damit für unheilbar Kranke die letzten Wochen nicht unnötig zur Qual werden.



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